ESU fordert in der Corona-Krise sofortige Fördermaßnahmen für Schaustellerbetriebe

Präsident Albert Ritter: „Wir Schausteller in Europa stehen zusammen!“

Präsident Albert ritter: „die Lage ist dramatisch!“

Die Corona-Krise in Europa wirft ihre dunklen Schatten auch auf die Volksfeste. In allen Staaten sind in diesen Tagen Kirmessen und Volksfeste wegen der akuten gesundheitlichen Gefährdungslage abgesagt. Für die vorwiegend klein- und mittelständischen Schaustellerbetriebe in Europa bedeuten die mit der Corona-Krise verbundenen Absagen einen Totalausfall bei den Einnahmen mit eklatanten wirtschaftlichen Folgen.

Die Europäische Schausteller-Union (ESU) fordert daher von den europäischen Staaten und ihren Bundes- Landes und kommunalen Regierungen sofortige Maßnahmen in Form von Stundung von Steuern und laufenden Verbindlichkeiten, Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen, um die Schaustellerbranche während der Corona-Krise zu unterstützen und um die Verunsicherung bei Unternehmen und Beschäftigten zu einzudämmen.

Präsident Albert Ritter bezeichnet die Situation für die Schausteller als „dramatisch“. Die von der ESU geforderten Maßnahmen müssten folglich schnell beschlossen und die finanziellen Mittel unverzüglich sowie unbürokratisch bereitgestellt werden. Die Schausteller träfe die Corona-Krise mit besonderer Härte, so der Schaustellerpräsident. Albert Ritter erklärt, dass die Schausteller die letzten Einnahmen im Dezember vergangenen Jahres erzielt hätten und sich seitdem im Winterquartier befänden. „Unsere Kosten durch Wartung, Instandsetzung und Investitionen laufen jedoch weiter“, so Präsident Ritter.

Die Mitglieder der ESU-Präsidium sind in ständigen Kontakt mit den nationalen ESU-Verbänden

Die europäischen Schausteller stehen in der Corona-Krise fest zusammen. Enigkeit macht stark!

Albert Ritter verweist auf die einzigartige internationale Schausteller-Solidarität, die seit Gründung der ESU vor über 65 Jahren Bestand hat: „Wir Schausteller in Europa stehen zusammen. Unser Motto lautet seit jeher: Einigkeit macht stark! Nur gemeinsam können wir diese schwierige Situation meistern. Und wir werden uns gegenseitig helfen, wie das europäische Schaustellergewerbe dies schon in anderen Krisen getan hat. Und sobald die Krise überwunden ist, werden wir mit allen Kapazitäten uns wieder an die Arbeit machen, um den Menschen auf den Volksfesten Freude zu bereiten.“

Albert Ritter betont, dass seit Beginn der Corona-Krise das ESU-Präsidium über die Sozialen Netzwerke in ständigem Austausch mit den Vertretern der nationalen Verbände steht, um sich über die Lage in den Ländern auszutauschen und mögliche Hilfe zu koordinieren.